Testskript

Kammermusik

[1991]
Mozart »Bilder und Klänge«

An die Außenwand des Schloßes Kleßheim wird ein Raum in der Form eines auf der Spitze stehenden Würfels gebaut. Innengröße des Raumes ca 8 x 8 x 8 m (für ca. 35 Personen).

In Assoziation zu 3 kammermusikalischen Stücken Mozarts entwerfen wir ein raumdynamisches System, in welchem elektronische Medien (Video, Computer) und skulpturale Raumstrukturierung als psychische Erreger wirksam werden und so subjektabhängige, fiktive Objekt- und Raumbewegungen entstehen lassen.

Zwei parallel laufende unterschiedliche Videobänder werden auf mehreren in die Raumkonstruktion eingebauten Monitoren gezeigt und erzeugen gemeinsam mit der bildnerischen Raumgestaltung (Holz, Stahl, Licht) ein Spannungsfeld, ein Ambiente der Gegenwart, in dem ein von der Prägung durch die Umgebungsästhetik der Vergangenheit befreites, unbelastet konzentriert heutiges Erleben klassischer Musik ermöglicht wird.

Minimalisierte Computer-Bildstrukturen werden mit rhythmisierten und verfremdeten Video- und Filmsequenzen synchronisiert und mit anderen stilistischen Versatzstücken zu einer räumlichen Einheit arrangiert. Dabei werden auch die aus der Architektur gewonnenen Erfahrungen in den ambivalenten Zwischenbereich zwischen künstlerischer Reflexion und designhafter Affirmation übertragen und zu einer synthetischen Medienwirklichkeit stilisiert.

GRAF+ZYX

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